“Zeit Not” Studienwoche 2018


“ZEIT NOT” STUDIENWOCHE 2018

Auch dieses Jahr findet an der Universität Fribourg eine Studienwoche des Fachbereichs Sozialarbeit, Sozialpolitik und Soziologie statt. Die Studienwoche wird von einer Gruppe unabhängiger Studenten durchgeführt.

Die diesjährige Projektwoche trägt den Titel “Zeit Not” und wird vom Montag, 30. April bis Donnerstag, 3. Mai 2018 durchgeführt. Mit unserem Projekt sollen verschiedene Aspekte des Wandels in modernen Gesellschaften und Städten angesprochen und auf Möglichkeiten der Gegenwarts- und Zukunftsgestaltung aufmerksam gemacht werden. Dabei wollen wir Vor- und Nachteile des gesellschaftlichen Wandels und bereits bestehende Projekte zur Gestaltung aufzeigen. Die Projektwoche wird aufgeteilt in vier Abendveranstaltungen und ist zugänglich für alle, die sich für unser Projekt interessieren.

Waren auch Sie schon in Zeitnot? Kommt Ihnen dieser Satz: „Ich habe keine Zeit“ bekannt vor? Haben Sie sich vielleicht bereits selber bei dieser Aussage ertappt? Ist keine Zeit zu haben vielleicht bloss eine Ausrede oder das Setzen falscher Prioritäten? Sind wir momentan wirklich auf der Beschleunigungsspur in eine noch schnellere Zukunft oder bilden wir uns das nur ein? Wie weitreichend sind die Auswirkungen unserer beschleunigten Gesellschaft und welche Projekte gibt es bereits, die sich mit Möglichkeiten der Gegenwarts- und Zukunftsgestaltung auseinander setzen? Diesen Fragen wollen wir im Rahmen einer Studienwoche auf den Grund gehen. Dazu haben wir verschiedene Referenten zu uns an die Universität eingeladen, welche sich intensiv mit dieser Thematik befassen und uns ihre interessanten Thesen, Beobachtungen und Erkenntnisse erklären werden. Wenn Sie mehr über das Thema „Eine beschleunigte Gesellschaft“ erfahren wollen, dann nehmen Sie sich etwas ZEIT und besuchen Sie unsere Abendveranstaltungen. Neben spannenden Vorträgen, Diskussionen und Gesprächen warten köstliche Apéros auf Sie!

Description en français :

T’est t-il déjà arrivé de manquer de temps? As-tu déjà entendu cette phrase : « Je n’ai pas le temps » ? Et peut-être les as-tu prononcés toi-même ? Est-ce que ne pas avoir de temps est seulement une mauvaise excuse ou le résultat de fausses priorités? Sommes-nous actuellement dans une période où la vie s’accélère ou est-ce seulement le fruit de notre imagination ? Quelles sont les conséquences de cette société qui ne cesse d’aller plus vite et quels sont les projets qui contribuent à une amélioration de notre présent et notre futur ? Dans le cadre de notre semaine des études nous chercherons répondre à ces questions. Pour ce faire nous avons invité plusieurs intervenants qui s’intéressent activement à cette thématique et nous parleront de leurs passionnants travaux, leurs observations et leur connaissance. Si tu veux savoir plus sur ce sujet « une société en manque de temps », prends du temps et visite nos présentations ! A côté de ces conférences, t’attendent autour d’un verre et d’un délicieux apéro de passionnantes discussions !

Defintive und genaue Abendprogramm:

1. Abend (Montag, 30.04.18) : Beschleunigungszwang und gesellschaftliche Folgen

An diesem ersten Abend unserer Studienwoche wollen wir Sie mit dem Leitthema «Entfremdung und Beschleunigung» vertraut machen. Der Soziologe Prof. Dr. Hartmut Rosa ist einer der führenden Forscher in diesem Gebiet. Er hat Theorien und Thesen ausgearbeitet, welche sich mit verschiedenen Aspekten in modernen Gesellschaften beschäftigen. Der ökonomische Wachstum und die fortlaufend geforderte Steigerungsfähigkeit in modernen Gesellschaften, der Wunsch nach immer mehr Autonomie, Selbstverwirklichung und Konsum, haben Auswirkungen auf verschiedene Lebensweisen und auf die Gesundheit der Menschen. Peter Schulz, der ein Masterstudium in „Gesellschaftstheorie“ an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena abgeschlossen hat und derzeit bei Prof. Dr. Hartmut Rosa doktoriert, wird Ihnen die Theorien von Prof. Dr. Hartmut Rosa näher bringen.

2. Abend (Dienstag, 01.05.18) Geld – Die grosse Beschleunigung

Christoph Pfluger, Herausgeber des Magazins «Zeitpunkt» und Autor des Buches «Das nächste Geld», wird Sie einen Abend lang im Rahmen eines Seminars mit den Systemfeldern der Gelder und der Geldschöpfung vertraut machen. Die Art unserer Geldschöpfung hat nämlich gemäss seiner Theorie eine direkte Auswirkung auf das Mass der Veränderungen. Wenn Sie herausfinden möchten, was für Folgen die Geldschöpfung auf unser Leben hat, und was die Geldschöpfung der Banken mit der aktuellen Vollgeld-Initiative zu tun hat, dann sind Sie bei uns genau richtig: Ein lehrreicher Abend mit spannenden Diskussionen erwartet Sie – das ist versprochen!

3. Abend (Mittwoch, 02.05.18) Soziale Arbeit und Stadtentwicklung vor dem Hintergrund von Beschleunigung und Entfremdung

Warum gerade die Soziale Arbeit mit der Beschleunigung der Gesellschaft viele Veränderungen durchmacht, wird Ihnen der Soziologe Dr. phil. Patrick Oehler erklären. Ausserdem wird er das Thema mit der Stadtentwicklung verknüpfen. Dr. phil. Patrick Oehler machte ein Diplom in Sozialpädagogik an der FH in Basel, ein Master in Community Development in München und doktorierte als Soziologe an der Freien Universität in Berlin. Zurzeit arbeitet er als Sozialpädagoge und Soziologe und als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Projektleiter am Institut für Sozialplanung, Organisationaler Wandel und Stadtentwicklung an der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW. Einer seiner Themenschwerpunkte setzte er in «Gemeinwesen- und raumbezogene Ansätze Sozialer Arbeit». Wegen seiner vielfältigen Karriere, in deren Verlauf er an diversen Orten wie auch an verschiedensten Schulen und Universitäten gelernt und gelehrt hat, freuen wir uns sehr, von ihm mehr über die komplexe Verknüpfung von Raum und Sozialer Arbeit zu erfahren.

4. Abend (Donnerstag, 03.05.18) Und jetzt? Wandel.

Wie geht es weiter? Wird sich unser Zusammenleben weiter beschleunigen? Und vor allem – sollte man etwas dagegen tun? Verschiedenste Organisationen stellen sich und ihre Projekte vor und erzählen, was sie im Hinblick auf die Beschleunigung diverser Prozesse unternehmen und wie sie mithelfen, die Zukunft zu gestalten. Es wird Zeit, dass auch wir uns der Veränderungen der täglichen Vorgänge bewusst werden und aktiv mitwirken, Probleme frühzeitig zu erkennen und zu bekämpfen. Nur so können wir bei der Gestaltung einer nicht zu schnellen Zukunft selber mitwirken.

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